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BRD/F/Australien 2008 - Produktion/Regie: Stephanie Auth, Isabel Huber, Kerstin Schnatz - DVD-Authoring: Robin Palme - 53 Min. Sind Atomkraftwerke oder die “ungeliebten Klimaschützer”, wie es die Atomindustrie formuliert, die zukunftsträchtigste und klimafreundlichste aller Möglichkeiten Energie zu gewinnen? Muss Deutschland nun den „Ausstieg aus dem atomaren Ausstieg“ wagen? Müssen die 17 deutschen Atomkraftwerke nun doch länger laufen, wenn wir unsere CO2-Spar-Ziele verwirklichen wollen? Ist Frankreich mit knapp 80% Atomstrom auf dem richtigen Weg? Das Film-Projekt „Strahlendes Klima” schaut hinter die Kulissen dieser komplexen Themen. Dabei hat es nicht für alles eine Antwort parat, sondern will Fragen stellen, die in der europäischen Medienlandschaft weitgehend ausgeblendet werden. Welche Nutzen und welche Risiken bringt die Atomenergie für uns in Europa und für diejenigen Menschen, die an anderen Produktionsschritten der atomaren Kette leben? Was verbindet uns in Deutschland mit Menschen, die in Australien, im Niger, in Kasachstan oder Kanada leben? All diese Länder sind Exportländer von Uran. Daraus werden die Brennstäbe gefertigt, die in unseren Atomkraftwerken Energie liefern. Die Chancen und Risiken der Atomkraft können also nicht nur auf Grundlage einer nationalen CO2-Bilanz bewertet werden. Wenn wir uns eine umfassende Meinung über Atomkraft bilden wollen, müssen wir alle Prozesse betrachten, die vor, bei und nach der Gewinnung von Atomenergie ablaufen. Unser Film stellt diese globale Verkettung von Zusammenhängen am Beispiel des Uranabbaus in Australien dar. Hier liegen weltweit die größten Uranvorkommen. Gleichzeitig ist der rote Kontinent Traumreiseland vieler junger Menschen. Doch die Backpacker, die dort in Scharen unterwegs sind, wissen meist nichts über die sozialen und ökologischen Risiken des Uranabbaus. Der Film soll nicht nur Anstöße zur eigenen Meinungsbildung über die globalen Folgen der Atomkraft geben sondern auch eine Plattform bieten, damit Menschen verstärkt über die Thematik reden.

Der Projektteilnehmer Robin Palme wird bei der Vorführung anwesend sein!

Am Samstag, den 24. April 2010, wird es unter dem Motto "KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!" die große Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und durch Hamburg geben. Zigtausende werden auf ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen.

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