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D/S/F/BRD 2011 - Regie: Lars von Trier - Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt, Alexander Skarsgård, Stellan Skarsgård ,Brady Corbertt - 135 Min. FSK: ab 12 J.

Ein wunderschöner Film über das Ende der Welt - wer außer Lars von Trier würde sich auf so ein waghalsiges Unterfangen einlassen? Der seit Jahren für seinen Mut und seine Risikobereitschaft gefeierte Regisseur legt erneut mit seinem bildgewaltigen und emotional schonungslosen Drama ein Meisterwerk vor: Eine Geschichte aus der Perspektive zweier Schwestern. Die depressive Justine heiratet auf dem Schloss ihrer Schwester Claire ihren Verlobten Michael. Doch von Anfang an steht das Fest unter keinem guten Stern, das Paar kommt sogar zu spät zur eigenen Feier - sehr zum Ärger von Claire und deren Mann John. Dies ist allerdings nur der Anfang einer Verkettung unglücklicher Umstände.

Einige Zeit später werden Justines Depressionen immer stärker und sie zieht zu ihrer Schwester aufs Schloss. Währenddessen wird bekannt, dass ein Planet namens Melancholia auf die Erde zurast. Wo John die Frauen noch in Sicherheit wiegt und glaubt, dass der Planet an der Erde vorbeiziehen wird, bereiten sich Justine und Claire auf ganz unterschiedliche Weise auf den Weltuntergang vor. Während Claire immer besorgter wird, geht es Justine besser, umso mehr der Planet am Himmel wächst und umso näher die Apokalypse rückt.

„Leben gibt es nur auf der Erde - und nicht für lange Zeit“. Vielleicht ist diese im Film formulierte Einsicht, die tatsächlich Grund zur Melancholie geben kann, die tiefere Motivation für diesen Film. Wo andere die Heiligkeit des Lebens feiern, entfaltet von Trier einen apokalyptischen Abgesang und stellt seine Zuschauer vor existentielle Fragen nach dem Leben im Angesicht des Endes, ohne dass es eine Hoffnung auf Transzendenz geben würde. Bei Claire dominieren zunehmend Angst und Panik, während Justine im Angesicht des Endes immer ruhiger wird und so etwas wie Frieden findet. Je näher dieses Ende rückt, umso zärtlicher erscheint nun auch der Blick des Regisseurs auf seine Figuren. „Melancholia“ ist damit in aller Größe auch etwas ganz Einfaches: Ein Film über den Tod, der ja für jeden Einzelnen eine Art individuellen Weltuntergang bedeutet, und über die Liebe, nicht „zum Leben“, aber zu den einzelnen Menschen.

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