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BRD/Argentinien/Japan 2008 - Regie: German Kral - 90 Min. - FSK: o.A. Der Film erzählt die bewegende Geschichte einer vergessenen Gruppe von gealterten Tangosängern aus Buenos Aires, die jahrelang in einer der berühmtesten Tangobars der Stadt aufgetreten sind, der “Bar El Chino”. Nachdem der Besitzer der Bar 2001 unter mysteriösen Umständen starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen. Ein paar Wochen später war dieser lebensfrohe Ort abgewirtschaftet und verödet. Der Film zeigt das Leben dieser vergessenen Tangosänger von 1999 bis heute und ihren Kampf, sich während der größten Wirtschaftskrise Argentiniens ihr tägliches Brot zu verdienen, und die Sehnsucht nach ihrem größten Traum: noch einmal vor ihrem Publikum zu singen und ihren Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben... Viele Jahre lang gab es in Pompeya, einem Viertel am Stadtrand von Buenos Aires, eine ganz besondere Tangobar: die “Bar El Chino“, benannt nach ihrem Besitzer El Chino (der Chinese), der nicht das geringste mit China zu tun hatte. Sein richtiger Name war Jorge García (70), und seine Vorfahren waren spanische Immigranten. Mit nichts als ein wenig Gitarrenbegleitung und viel Wein zur Lockerung der Stimmbänder kamen Freunde und Nachbarn zusammen, um in seiner Bar Tango zu singen. Am Ende war die “Bar El Chino“ so berühmt, dass man reservieren musste, um noch in irgendeiner Ecke Stehplätze zu bekommen. Das Erfolgsgeheimnis war einfach: echtes Tango Ambiente, ehrlich und ungeschminkt, und die Qualität der Sänger, die hier teilweise 30 Jahre lang die schönsten Tangos, die jemals geschrieben wurden, über Liebe, Trauer und die melancholische Stadt Buenos Aires gesungen haben. Liebevoll gestaltete Hommage auf den argentinischen Tango und seine gealterten, aber immer noch agilen Interpreten. Der Dokumentarfilm beobachtet die Künstler über sieben Jahre hinweg bei ihren Auftritten in ihrer Lieblingsbar oder zu Hause und bringt sie mit einer Truppe junger Tango-Musiker zusammen, mit denen sie neue musikalische Herausforderungen erleben. So unprätentiös, wie sich die Protagonisten geben, erzählt auch der Film seine Geschichten, die von der lebenserhaltenden Kraft der Tango-Musik und ihrer Faszination zeugen.

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