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DDR 1964 - Regie: Konrad Wolf - Darsteller: Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate, Günter Grabbert - 114 Min. FSK: ab 16 J. Nach einem Besuch in West-Berlin
kehrt die DDR-Bürgerin Rita Seidel freiwillig in ihre Heimat zurück, wo sie einen Nervenzusammenbruch erleidet und dabei die vergangenen Jahre in der Erinnerung noch einmal durchlebt. Die Liebe zu dem zehn Jahre
älteren Chemiker Manfred Herrfurth gab ihr einst die Kraft, aus ihrem Beruf als Büroangestellte auszubrechen und zu studieren. Mit Manfred bezog sie ein Zimmer in dessen Elternhaus und absolvierte ein Praktikum in
einer Waggonfabrik. Menschlich profitierte sie dabei von der Freundschaft zu dem lebensklugen Arbeiter Rolf Meternagel, der seine Hoffnungen auf einen besseren Sozialismus noch nicht begraben hat, obwohl er durch
eine parteiinterne Intrige von Manfreds Vater degradiert worden war. Als Manfred voller Euphorie ein neues chemisches Verfahren entwickelt, dessen Einsatz von sturen Parteifunktionären ohne Begründung abgelehnt
wird, flüchtet er eine Woche vor dem Mauerbau am 13. August 1961 nach West-Berlin. Rita folgt ihm zunächst, fühlt sich aber im Westen als Fremde. Der DEFA-Klassiker "Der geteilte Himmel" ist eine formal
ambitionierte Adaption des gleichnamigen Romans von Christa Wolf. In einer kunstvoll gestaffelten Folge von Rückblenden erzählt der großartig fotografierte Film von der Liebesbeziehung zweier Menschen, die an der
Teilung Deutschlands scheitert. Durch die sorgsame Zeichnung der Figuren und die genaue Beobachtung der sozialistischen Arbeitswelt dieser Jahre entwirft der Film, trotz seiner unverkennbaren sozialistischen
Grundposition, ein streckenweise kritisches DDR-Bild, weswegen "Der geteilte Himmel" nach anfänglich positiver Aufnahme zunehmend staatlicher Kritik ausgesetzt wurde. Der Film zählt bis heute zu den
wichtigsten filmischen Auseinandersetzungen mit der deutsch-deutschen Teilung.
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